Nicht nur beim Thema Heizungen werden wir mit einem Brennkessel konfrontiert. Der Brennkessel wird für vielerlei Tätigkeiten eingesetzt. Denn der Begriff Brennkessel beschreibt einen Hohlkörper, welcher zum Brennen von Alkohol verwendet wird. Der Prozess des Brennens wird auch als Destillation bezeichnet, das Material des Brennkessels besteht in der Regel aus Kupfer. Gebrannt werden sowohl niederalkoholische als auch hochprozentige Getränke, zu welchen unter anderem Bier, Wein, Cognac oder Whisky gehören.
Der Brennprozess
Das Innere des Brennkessels bzw. die gesamte Konstruktion wird auch als Brennblase bezeichnet, diese unterliegt einer stetigen Wärmezufuhr, wodurch die beigefügten Aromastoffe und Alkohole verdampfen und an der Innenseite des Brennkessels wieder kondensieren und durch den Knick im
Kessel in Auffangbehälter abgeleitet werden. Um den Prozentsatz von Alkohol zu erhöhen, ist es möglich den Brennvorgang zu wiederholen. Schottische oder irische Whiskeys werden des Öfteren zwei oder drei Brennvorgängen unterzogen, wodurch der Alkoholgehalt von 25 bis 25 % auf bis zu 70 % steigt. Zu beachten ist beim Brennvorgang, dass die Flüssigkeit nicht zu hoch aufschäumt, dies kommt bei einem hohen Eiweißanteil vor. zu diesem Zwecke befindet sich an der Seite zumeist ein Sichtfenster. Der Nachteil von traditionellen Brennkesseln besteht darin, dass diese keine kontinuierliche Destillation ermöglichen, die Produktivität und der Herstellungspreis werden somit nicht optimal angepasst. Traditionelle Brennkessel werden dennoch von dem Großteil der Brauereien und insbesondere Herstellern von Whiskey verwendet, denn diese garantieren einen hohen und aromatischen Geschmack des Produktes.
Allgemeines
Brennblasen können sich in ihrer äußeren Form stark voneinander unterscheiden, charakteristisch sind jedoch der nach oben hin verjüngte Hals und der kugelige Fuß. Der Hals knickt in der Regel im oberen Teil um mindestens 90° nach unten ab. Brennkessel dürfen nur betrieben werden, wenn diese nach der Brennereiordnung ausgeführt werden, Privatpersonen sind davon jedoch befreit.