Gemütliche Wärme im Wohnzimmer

Seit dem Rekordwinter des vergangenen Jahreswechsels wissen wir ganz genau, was es bedeutet, wenn die eigene Wohnung nur fußkalt ist. Wir haben uns darum für den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung entschieden, doch was schon zu Zeiten der Römer eine Selbstverständlichkeit war, bedarf in der eigenen Wohnung vor allem einer genauen Planung. Ein kühler Kopf ist angesagt, will man bald warme Füße haben.

Zur vollständigen Einrichtung hatten wir uns bereits im letzten Jahr in diversen Online-Shops wie fashion4home umgesehen und Sofa, Sessel und sonstiges Mobiliar zusammengestellt. Folgender Designertisch hatte es uns dabei besonders angetan, doch wie wir zuletzt in illustrer Runde bei aufgerissener Standardheizung beisammen saßen, wollte sich das häusliche Gefühl von Wärme und Geborgenheit nicht so recht einstellen. Trotz gut durchwärmter Lufttemperatur, blieb unser Wohnzimmer merklich unterkühlt, denn der Boden nahm kaum Wärme auf, sondern strahlte uns vor allem kaltblass entgegen. So saßen wir zunächst in dicken Decken wie die Eskimos eingemummelt vor dem Fernsehen, Füße hoch und klar, das geht auch. Trotzdem wollten wir es dieses Jahr doch etwas wohnlicher gestalten, damit wir die neue Einrichtung auch in vollen Zügen genießen können.

Fußbodenheizung nachträglich einbauen, geht das?

Diese Fragen hatten wir uns natürlich ganz zuerst gestellt, denn schließlich hatten wir wenig Lust darauf, erst wochenlang auf einer Baustelle im eigenen Heim aus zu harren, um schließlich doch noch einen warmen Platz auf dem Sofa zu ergattern. Das war jedoch zur großen Freude aller gar nicht von Nöten, wie sich aus der zwischenzeitlichen Beratung eines Fachmannes herausstellte. Lediglich unser alter Linoleum-Boden musste weichen, damit der darunter liegende Betonfußboden zur weiteren Verarbeitung frei lag, aber um das Zeug war es uns eh nicht sonderlich schade.

Will man seinen Fußboden also so sanieren, dass durch den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung auch die Wärme von unten für holde Gemütlichkeit sorgt und man nicht mehr in Moon Boots durch die gute Stube stapfen muss, braucht man zunächst bloß den Fußboden aus Beton freilegen. Anders als zu Zeiten besagter Römer gibt es im örtlichen Fachhandel komplette Trockensysteme für den unkomplizierten Einbau so einer Fußbodenheizung. Dabei handelt es sich um sogenannte Systemplatten, in denen einerseits das Heizsystem aus Stäben, wie auch die Wärme-Dämmung selbst aufgebracht wird. Diese Systemplatten für Fußbodenheizungen legt man einmal plan und ebenerdig auf dem gesamten Fußboden des jeweiligen Zimmers aus, sodass sich die aufliegende Heizspirale wie eine Schlange schneckenförmig durch den ganzen Raum zieht. Darüber legt man wiederum eine abschließende Trockenstrich-Platte und das wäre es dann auch schon gewesen, wenn sich nicht unsere Türen als zu tiefliegend erwiesen hätten. Diese mussten wir an zwei Seiten des Raumes unten etwas abschleifen. Durch den nachträglichen Einbau so einer Fußbodenheizung erhöht sich nämlich auch der Boden, sodass man den Anschluss an die Türen besser vorab einberechnen muss.

Ansonsten zeigt sich die neue, in den Fußoden integrierte Heizung als echtes Energiewunder, schließlich zählen solche Systeme nicht umsonst zu den sparsamsten Versionen im Vergleich zur herkömmlichen, nass verlegten Fußbodenheizungen. Auf diese Weise spart man langfristig sogar noch Energiekosten ein und der nächste Winter kommt bestimmt und dann wissen wir uns in Wärme und Wohlbehagen aufgehoben.