Brennofen

Der Begriff Brennofen bezeichnet eine Art von Ofen, welcher Materialien bei hohen Temperaturen eine thermische Stoffumwandlung gestattet. Es existieren zahlreiche Varianten und Verwendungsbereiche für Brennöfen, gemeinsam ist der Verwendungszweck der Wärme zur Beeinflussung des Materials. Der Prozess der thermischen Stoffumwandlung, welcher innerhalb eines Brennofens abläuft, wird als "brennen" bezeichnet.

Die wohl bekanntesten Verwendungsbereiche bzw. deren Endprodukte aus einem Brennofen sind unter anderem Zement, Bauziegel, Backsteine, Dachziegel, Glasuren, Keramiken sowie Klinker. Brennöfen werden des Weiteren dazu verwendet Abfälle zu verbrennen, Emaille herzustellen oder Glas zu verschmelzen. Bei einigen Verfahren wird ein konstanter Prozess durchgeführt, wie beispielsweise bei Zement, welcher durch einen Drehrohrofen hergestellt wird.

In der Regel wird jedoch ein Material in einen leeren Brennofen eingeführt, das Gut gebrannt und im Anschluss wieder aus dem Ofen entfernt. Jeder Brennprozess hat die Eigenschaft, dass er oxidativ abgewickelt wird, d.h. unter Zufuhr von Sauerstoff bewerkstelligt wird. Während das Brenngut sich im Ofen befindet, reagiert dieses in den meisten Fällen immer mit dem Sauerstoff, welcher sich in dem Ofen befindet, dieser wird vor dem Brennprozess nicht abgesaugt. Der Brennofen ist stark von dem Schmelzofen abzugrenzen, denn wie der Name schon vermuten lässt, wird das Material in einem Brennofen thermisch umgewandelt, in einem Schmelzofen wird es lediglich geschmolzen und in eine andere Form gebracht. Schmelzöfen geben dem bearbeiteten Material lediglich eine andere Form, d.h. der Prozess kann jederzeit wiederholt und rückgängig gemacht werden. Brennöfen rufen im Gegensatz zu dieser Methode ein irreversibles Produkt hervor, denn dieses kann nicht mehr in die früher vorhandene Form zurück gebracht werden.